Die Band wurde 1985 in Erfurt gegründet.
Sie war eine der ersten Heavy Metal Bands in der damaligen DDR. Auch der Osten
war schon von der weltweiten Metalwelle erfaßt und MACBETH war zur richtigen
Zeit am richtigen Ort. Zunächst noch als Vierer, kam im Herbst ein weiterer
Gitarrist dazu. Man trat die erste Zeit noch ohne die berüchtigte Spielerlaubnis
auf. Kurz nach der Einstufung wechselte die Band den Sänger. Mit Wittenburg
fand man einen charismatischen Frontmann, der entscheidend zum Erfolg der Band
beitrug. Die Band tourte wie verrückt und die anreisenden Fans bereiteten
der Obrigkeit schon die ersten Kopfschmerzen. Im Herbst 1986 kam es schließlich
zum legendären Konzert im Erfurter Stadtgarten. Der Saal war schon brechend
voll und auch davor standen noch hunderte Fans. Die Staatssicherheit bevölkerte
den Rang und beobachtete das Treiben von dort aus. Die Stimmung drohte durch die
Enge im Saal außer Kontrolle zu geraten und die Band versuchte wiederholt
die Leute zu beruhigen. Am Ende des Konzerts gab es Backstage Besuch von der Polizei.
Sie verwehrte der Band noch eine Zugabe zu spielen. Das brachte das Fass zum Überlaufen.
Nach dem Konzert kam es zu zahlreichen "Ausschreitungen" auf dem Heimweg
der Fans. Damit war das vorläufige Ende der Band besiegelt. Auf höchster
Ebene wurde ein Spielverbot auf unbestimmte Zeit erteilt. Dann erfolgte der eigentliche
Feldzug gegen die Band. Die Zulassung des Band-LKW wurde entzogen, der Proberaum
von der Oberbürgermeisterin ("Die rote Rosi") gekündigt mit
Androhung einer Räumungsklage und ein Bußgeld verhängt. Mit einem
Schuldenberg von 25000 Mark war jede Art von Optimismus gestorben. Der Schlagzeuger
wechselte zu Blitzz, der Bassist stellte die Ausreise und einer der Gitarristen
wurde zur Armee eingezogen. Damit gab es auch noch ein personelles Problem. Schließlich
war im Frühjahr 1987 die Besetzung wieder komplett. Mit der Auflage sich
umzubenennen, machte die Band schließlich unter dem Namen CAIMAN weiter.
Wittenburg wurde im Frühjahr 1988 wegen einer Bagatelle zu mehr als einem
Jahr Gefängnis verurteilt. Die Band spielte ab diesem Zeitpunkt zu viert
weiter. Ein Experiment mit einem neuen Sänger gab man nach ein paar Monaten
wieder auf. Bis zur Wende konnte die Band relativ unbehelligt von der Staatsmacht
durch die DDR touren. Im Herbst 1989 kam Wittenburg aus dem Gefängnis und
man bot ihm an, wieder in die Band einzusteigen. Leider verließen in den
Wendewirren der Bassist und der Schlagzeuger die Band Richtung Westen. Mit Unterstützung
durch die Band Rochus spielte die Band ihre zwei letzten Gigs. Beim vorletzten
Konzert in Erfurt stand auch Wittenburg auf der Bühne. Es sollte das letzte
Mal gewesen sein. Im Dezember 1989 erhängte er sich im Steigerwald bei Erfurt.
Damit war das Ende dieser Ära besiegelt. Die Band löste sich auf. Im
Frühjahr 1993 kam es dann zum Comeback. Zum ersten Gig in Sondershausen war
die Bude randvoll. Nach weiteren Konzerten merkte die Band aber recht schnell,
daß die Zeiten sich geändert hatten und man beschloß, an neuem
Material zu arbeiten. In diese Zeit des Umbruchs fiel der tragische Tod des Schlagzeugers.
Er sprang von einem Hochhaus in Frankfurt/Main. Mit der Beerdigung des Schlagzeugers
fand auch dieser Abschnitt sein Ende.
Über ein Jahrzehnt sollte vergehen, bis die Band erstmals wieder live zu sehen war. Mit alten und neuen Songs im Gepäck konnten sie u.a. als Support für In Extremo und The Bones an alte Erfolge anknüpfen. 2006 erschien endlich der Debüt- Longplayer, nachdem unter Fans bis heute nur alte Tapes die Runde machten. „Düsterer, mächtiger, straighter Heavy Metal ohne jede Trendanbiederung ist darauf zu hören. MACBETH klingen echt, grundehrlich und eigenständig“ (Rockhard). In ihren deutschen Texten gewähren sie Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele und erzählen verderbte, dämonische und wahnwitzige Geschichten.

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